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Stille Tage an der Loire PDF Drucken E-Mail
Unsere nächste Station ist das Städtchen Amboise mit seinem historischen Schloss und dem Château du Clos Lucé, in welchem Leonardo da Vinci seinen Lebensabend verbrachte. Auf eine Einladung von François I. hin war daVinci nach Frankreich gekommen und lebte im Herrenhaus Clos Lucé, ausgestattet mit einer reichlichen Pension, um an seinen Projekten und Erfindungen zu arbeiten. Heute ist das gesamte Anwesen zu einem Leonardo da Vinci-Park ausgestaltet. Zu bestaunen gibt es hier vieles: Gemälde und Fresken der Schüler des großen Meisters, Ausstellungen und Videoshows über das Leben und Schaffen da Vincis, und nicht zuletzt 40 seiner genialen Maschinen. Wussten Sie zum Beispiel, dass Leonardo da Vinci das erste Automobil der Welt erfunden hat? Einzig, was ihm fehlte war der richtige Antrieb... Das charmante Herrenhaus, das ohne überflüssigen Prunk und Pomp auskommt, ist, ebenso wie der gesamte „da Vinci-Park", ein echtes Muss, und zwischen den vielen Loireschlössern eine hervorragende Abwechslung.

Einige Kilometer südlich von Amboise liegt das Château de Chenonceau, das sich zu Recht als das malerischste der Loireschlosser rühmen darf. Grund hierfür ist neben dem Schloss selbst, das mit unzähligen Kaminen und Türmchen besetzt geradezu märchenhaft anmutet, die an das Schloss angeschlossene Brücke über den Fluss Cher. Auf dieser Brücke thront eine zweistöckige Galerie, welche das Château in der Epoche der Romantik zum populärsten aller Loireschlösser machte. Auch der Garten des Schlosses ist äußerst sehenswert und lohnt einen kleinen Abstecher.

Nach einem außergewöhnlich deliziösen Diner und einer erholsamen Nacht zu Gast bei Maître Jean Bardet im Château Belmont in Tours geht es weiter die Loire hinab zum Städtchen Saumur mit seiner berühmten Reitschule Cadre Noir und dem Schloss, das früher einmal ein Gefängnis, dann eine Militärkaserne war, und heute mehrere Museen beherbergt. Einige Kilometer außerhalb lockt außerdem das Höhlendorf Les Perrières zu einem spannenden Besuch.

Unsere Tour entlang der Loire beschließen wir in der geschichtsreichen Stadt Angers, deren äußerst sehenswerte Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Hier gibt es zahlreiche Museen zu besichtigen, und auch das Château du Roi René ist durchaus einen Besuch wert.

Auf dem Rückweg nach Paris rasten wir noch eine Nacht in der schönen Hôtellerie du Bas-Breau, um schließlich gut erholt wieder am Pariser Airport den Heimflug anzutreten.

Unsere Top 3 Hotels zwischen Loire und Paris:

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Auberge des Templiers
Platz 1 erreichte unangefochten die Auberge des Templiers in Les Bezards, nur knapp eine gute Autostunde von Paris entfernt, am Beginn des Loiretales und der Sologne gelegen. Ursprünglich befand sich an diesem Platz eine Commanderie, die jedoch bereits unter Philippe dem Schönen um 1160 zerstört wurde. Viel Mystik umgibt den Orden der Templer - in unzähligen Abhandlungen wurde über ihn spekuliert. Wir, die ja gerade den Da Vinci Code gesehen hatten, fühlten uns plötzlich mitten hinein ins Mittelalter versetzt und wären nicht überrascht gewesen, wenn uns statt des perfekt geschulten Hotelpersonals plötzlich ein paar Tempelritter entgegen gekommen wären.

Doch die Auberge des Templiers repräsentiert nicht nur Historie, sondern hat auch Hotelgeschichte geschrieben: Denn sie, bzw. die Inhaberfamilie Depee, zählt zu den Gründungsmitgliedern der bekannten Relais & Chateaux Gruppe, welche aus der ursprünglichen Relais de Campagne-Kette hervorging. Typisch für die Region Sologne sind die mit roten Ziegeln gedeckten Dächer sowie die Taubenschläge in den Innenhöfen. Heute befindet sich im Hauptgebäude die Rezeption, die Salons, das Restaurant und die mit Chattam-Möbeln ausgestattete Bar. Ein 6 Hektar großer Park erstreckt sich hinter dem Haupthaus, in welchem die kleineren und größeren Unterkünften verstreut liegen. Insgesamt verfügt das Luxushotel über 22 Zimmer und 8 Appartements (teilweise mit Whirlpool oder Sauna ausgestattet), die alle mit einer sehr persönlichen Note von der charmanten Hausherrin eingerichtet wurden. Ein geheiztes Freibad, zwei Tennisplätze und ein 18 bzw. 27 Loch Golfplatz in 25 km Entfernung runden das sportive Angebot des Hauses ab. Und natürlich lädt der nahe Wald zu stundenlangen Spaziergängen ein.

Wer nach einem sportlich oder kulturell aktiven Tag Lust auf ein köstliches Dinner hat, ist im Restaurant des Hotel bestens aufgehoben. Les Templiers besitzt nicht nur 4 de-Luxe-Sterne, sondern auch 18 von 20 möglichen Gault-Millau Punkten, 3 rote Kochhauben sowie 2 Plaketten des Guide Michelin. Es zählt mit Fug und Recht zur Vereinigung der wunderbarsten und besten Etablissments der Welt, der „Traditions et Qualité".

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Château Belmont
Platz 2 auf unserer Hitliste belegt das Château Belmont von Jean Bardet in Tours. Das Hotel-Restaurant des weltberühmten Kochs befindet sich in einer Napoleon-III-Villa inmitten eines schönen englischen Gartens mit Hunden, Enten und anderen Tieren. Jean Bardet, der zuletzt 1991 vom Gault Millau mit vier Kochhauben und 19 ½ von 20 Punkten ausgezeichnet wurde, betreibt zusammen mit seiner Frau Sophie das Hotel-Restaurant nach einer ganz besonderen Philosophie: Er legt großen Wert darauf saisonale und traditionelle Produkte der Region zu verwenden, die wiederum nur miteinander kombiniert werden sollten. Sein Essen und die dazu gereichten Weine sollen als Einheit genossen werden und bilden nur so ihren ganzen Geschmack aus. Und das besondere Ambiente des Hotels bildet für diesen Genuss den perfekten Hintergrund.

Das Hotel, das unter Sophie Bardets Leitung steht, besticht durch den Zauber eines herrschaftlichen Hauses des 19. Jahrhunderts, und ist mit allen Annehmlichkeiten und allem Komfort des 21. Jahrhunderts versehen. Es verfügt über 16 Zimmer und fünf Suiten, die es an nichts mangeln lassen. In der Näheren Umgebung laden die Sehenswürdigkeiten von Tours zu Spaziergängen ein, und auch der (geheime) Garten Jean Bardets ist einen Besuch wert.

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Hôtellerie du Bas-Breau
Und last, but not least, auf Platz 3 unseres Rankings findet sich die Hôtellerie du Bas-Breau in Barbizon, ca. 50 km Südlich von Paris. Dieses Hotel begründet sich in einer mehr als hundertjährigen Tradition, in welcher Künstler, Dichter und Maler immer wieder eine große Rolle spielten. Heute bietet das am Rade des Waldes von Fontainebleau gelegene Anwesen Luxus auf hohem Niveau: Bestens ausgestattete Zimmer und Appartements im ländlich-rustikalen Stil und ein großer Park mit Swimmingpool und üppigem Blumengarten laden zum Verweilen ein.

Auch das hoteleigene Restaurant ist einen Besuch wert: Saisonale und frische Gerichte mit viel Wild verwöhnen den Gaumen, und auch der große Weinkeller des Anwesens macht einen Restaurantbesuch zu einem önologischem Genuss.

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